Springe zum Inhalt

AMBER POWDER
(Bernstein)

Wirkstoffbeschreibung

BERNSTEIN - ein Stein, der brennt, in Salzwasser schwimmt, einen aromatischen Duft verströmt und Menschen seit jeher in seinen Bann zieht. Welche Bäume das fossile, sehr schnell härtende Harz einst produzierten, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Weltweit gibt es um die 200 Gebiete mit Bernsteinvorkommen, besonders im Ostseeraum ist er weit verbreitet.

In der Jungsteinzeit, vor etwa 12.000 Jahren, begannen Menschen Schmuckstücke, Amulette und Grabbeigaben aus BERNSTEIN in größerem Umfang herzustellen. Für die Verarbeitung verwendeten sie hochentwickelte Spezialwerkzeuge aus Geweihen, Feuer- oder Sandstein. Schamanen führten rituelle Bernsteinräucherungen durch. BERNSTEIN wurde zur begehrten Handelsware. Von der Ostsee gelangte das Gold des Meeres bereits vor rund 3.500 Jahren bis ins 5.000 Kilometer weit entfernte Ägypten.

BERNSTEIN kann klar oder trüb sein, goldgelb, aber auch von farblos bis rotbraun variieren. UV-Strahlen lassen glatte Stellen blau leuchten, Raue dunkelgrün. Oft findet man bis ins kleinste Detail erhaltene Einschlüsse, die Einblicke in das Leben auf der Erde gewähren. BERNSTEIN lädt sich elektrostatisch auf, wenn man mit einem Tuch darüber reibt. Begriffe wie Elektron oder Elektrizität leiten sich von „ḗlektron“, dem altgriechischen Wort für Bernstein, ab. Das arabische Wort „anbar“ stand wiederum Pate für die englische Bezeichnung „amber“ für BERNSTEIN (nicht zu verwechseln mit dem Duftstoff Ambra).

Bernsteinlack, Bernsteinöl, optische Linsen, Isolatoren aus Bernstein nutzte oder nutzt man für technische Anwendungen. Das magische, fossile Harz hat jedoch auch eine Geschichte als Heilmittel für vielerlei Beschwerden. Bernsteinsäure wird noch heute in verschiedenen Ländern in Medikamenten verarbeitet und findet Anwendung in der Homöopathie.

Als fossiles Harz besitzt BERNSTEIN keine einheitliche Zusammensetzung, sondern beseht aus organischen Verbindungen wie Terpenen und organischen Säuren. Bernsteinsäure kommt auch im menschlichen Stoffwechsel vor, ihre Salze sind die Succinate.

In der Kosmetik kann Bernsteinpulver für sanft peelende Effekte eingesetzt werden. Als kostbarer Bestandteil von Puder fühlt sich echter BERNSTEIN (AMBER POWDER) sehr angenehm und weich auf der Haut an. Er soll Hautreizungen lindern, einen gewissen Lichtschutz bieten, Talg und Schweiß binden und Fettglanz entgegen wirken. Außerdem wirkt er mattierend, desodorierend und glättend. Durch seinen warmen Farbton verleiht er dem Teint eine attraktive Ausstrahlung.