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HYDROGENATED COCONUT OIL
(Kokosöl)

Wirkstoffbeschreibung

Die Kokospalme (Cocos nucifera) wurde im Malaiischen Archipel bereits vor mehr als 3000 Jahren kultiviert. Heute ist sie rund um den Äquator an tropischen Küsten und Flussufern zu finden. Sie wurde teils bewusst von Menschen verbreitet, teils als schwimmende Kokosnuss weit über den Ozean getrieben, um je nach Wind und Strömung - auch noch nach 100 Tagen auf hoher See - an einem neuen Strand aufzugehen.

Die Palme bevorzugt heiße Temperaturen bei einem mittleren Jahresdurchschnitt von 27°C. Tropischen Stürmen trotzt sie durch die Biegsamkeit ihres vergleichsweise dünnen Stammes und durch die vielfach geteilten Blätter, die dem Wind mit ihren dreieinhalb bis sieben Metern Länge und einem Meter Breite dem Wind sonst zu viel Angriffsfläche bieten würden.

Stamm, Blätter und Früchte der Kokospalme sind vielseitig nutzbar. Sie geben den Menschen Baumaterial und ein Dach über dem Kopf, Wände für Hütten, Fasern zum Flechten von Körben, Matten und Seilen, Brennmaterial und Aktivkohle aus Kokosnussschalen, Seife, Nahrung und Getränke wie Kokosmilch oder Kokoswasser, das auf Inseln ohne eigene Quellen das Trinkwasser ersetzen kann, und nicht zuletzt ein wunderbar pflegendes Öl für Haut und Haare, das Mücken abwehrt und einen ganz leichten Lichtschutz liefert.

Kokosöl wird durch Pressung aus der Kopra, dem Fruchtfleisch der Kokosnuss, hergestellt. Die Früchte, eigentlich keine Nüsse, sondern Steinfrüchte, reifen das ganze Jahr über. Das Öl ist in den Tropen flüssig, in unseren Breiten ein halbfestes Fett. Es riecht mild und frisch, leicht nach Kokos, oft aber auch etwas ranzig, weshalb man es meist raffiniert, bevor es als Speisefett oder Kosmetikzutat in den Handel kommt. Durch Hydrierung erreicht man eine Anhebung des Schmelzpunkts von 24°C auf über 36°C. Dadurch schmilzt es erst beim Auftragen auf die Haut, nimmt dabei Wärme auf und vermittelt einen angenehm kühlenden Effekt.

Kokosöl enthält einen hohen Anteil an pflegenden, gesättigten Fettsäuren sowie Phytosterole. Aufgrund des hohen Anteils an Laurinsäure (antimikrobiell, ca. 45% bis 50%) dient Kokosöl auch als wichtiges Ausgangsprodukt für Tenside. Myristinsäure (ca. 19%) ist Bestandteil wichtiger Membranlipide wie Phospho- und Sphingolipide, Palmitinsäure (ca.10%) ist Teil unserer schützenden Hautbarriere.

In der Kosmetik schätzt man das hautpflegende, rückfettende, langsam einziehende, okklusive, feuchtigkeitsbewahrende Kokosöl als ideales Basisöl für verschiedenste Pflegeprodukte, insbesondere bei trockener, reifer oder rissiger Haut. Kokosöl vermittelt ein gut gepflegtes Hautgefühl und macht die Haut geschmeidig und glatt.